2015

Projekt: Schöne Wand – Grundschule Karlstein

Es war mal wieder an der Zeit ein neues soziales Projekt zu starten.

Da unser Vorstand Leander Becker stark mit der Grundschule in Karlstein verknüpft ist, da seine Kinder dort zur Schule gehen, und unser Fanclub durch die Unterstützung bei der Miniphenomenta in der Schule schon bekannt war, wurden wir von dem Elternbeirat gefragt, ob wir nicht eine Außenwand der Schule im Pausenhof, die mit eine Graffiti beschmiert ist, mit einem schönen Bild bemalen wollen.

Nachdem Leander uns in unserem internen Forum gefragt hat, ob wir daran Interesse hätten, war schnell entschieden, dass wir uns an der Verschönerung der Wand beteiligen wollen.Ein Motiv war auch schnell gefunden, es musste natürlich etwas mit unserem geliebten Fußball zu tun haben.

Da das Übermalen von Graffitis für uns alle Neuland war, haben wir einen Bekannten, der selbst Graffitis sprayt, in die Vorbereitungen mit einbezogen. Durch ihn haben wir dann auch erfahren, dass ein Übermalen eines Chrom-Graffitis gar nicht so leicht und mit hohen Kosten verbunden ist. Außerdem hat er uns mit der Aussage, dass wir nur mit Graffitifarbe übermalen können, ein wenig geschockt, da keiner von uns zuvor solche eine Dose in der Hand gehalten hat. Leider wurden wir auch hier etwas von unserer Gemeinde enttäuscht, da diese sich nicht an den Kosten beteiligen wollten. Trotzdem haben wir beschlossen das Projekt für die Kinder an der Schule durchzuziehen und unsere eigene Spendendose geplündert. So haben wir uns losgemacht und sind im Schlepptau mit unserem Graffitiprofi nach Frankfurt in einen Graffitiladen gefahren, um uns dort mit Sprühdosen einzudecken. Und siehe da, er hatte Recht, ganz so günstig war es dann doch nicht, wenn man mit einberechnet, dass wir ja auch noch eine Grundierung brauchten, um die Chromfarbe verschwinden zu lassen.

Nachdem die Schulferien vorüber waren und wir alle Materialien besorgt hatten, fand sich auch schnell ein passender Termin, um unser Projekt zu starten. Da das Ganze nicht so einfach ist, wie bei Malen nach Zahlen, mussten wir die ganze Veranstaltung auf 3 Tage auf splitten.An einem Donnerstagabend trafen wir uns, um die Wand erst einmal zu Weißen und das alte Graffiti zu überdecken:

Durch tatkräftige Unterstützung der Donnerstagsschicht haben wir das alte Graffiti innerhalb von 90 Minuten und einer 30 minütigen Verlängerung besiegt, auch wenn es uns die zähflüssige Grundierung nicht immer leicht gemacht hat. Da es bei uns für den Sieg keinen Pokal gab, mussten wir uns mit einer Pizza zufrieden geben. Ob der Schlüssel des Hausmeisters noch in das überstrichene Schlüsselloch der Tür bekommen hat, wissen wir bis heute leider noch nicht. Es gab bisher zum Glück noch keine Beschwerden.

Also erstmal 1:0 für die Mainborussen!

„Neuer Tag, neues Glück“, hieß das Motto am zweiten Tag:

Nach kurzer Begutachtung des Tatorts, stellten wir zufrieden fest, dass die Farbe sehr gut gedeckt hat. Also konnten wir uns jetzt ganz vorsichtig an den Sprühdosen ausprobieren. Da wir alle etwas Angst hatten, einen Fehler zu machen, stürzten wir uns zunächst auf die hellen Hintergrundfarben, die man zur Not nochmal übermalen hätte können.

Mit den Farben blau, grau und grün entstand schnell ein Hintergrund mit Himmel und Rasen.Zum Glück ist dann auch langsam unser Graffitiexperte eingetroffen. Er schaffte es, uns zum Staunen zu bringen, indem er in kürzester Zeit die Umrisse unseres Motives an die Wand zauberte.

Als die Sonne allmählich unter ging, nahm unsere Wand langsam Gestalt an und wir beschlossen in den verdienten Feierabend zu gehen. Da wir mit gutem Gewissen behaupten konnten, dass es mittlerweile 2:0 für die Mainborussen stand, gönnten wir uns zum Abschluss noch einen leckeren Mix aus Döner und Bier.P.S. Keine Angst, wir haben den Döner nicht an der nächsten Ecke auf herumlaufende Passanten geschmissen!

Tag drei und Finishing am Samstagvormittag:

Wir trafen uns morgens um 10 Uhr an der Schule und staunten nicht schlecht, als wir sahen wie gut unser Werk schon jetzt bei Tageslicht wirkte.

Jetzt mussten wir eigentlich „nur noch“ unsere Comicfiguren ausmalen und dem Bild noch etwas Leben einhauchen. Schon etwas mutiger, was den Gebrauch der Sprühdosen anging, machten wir uns an die Arbeit. Durch viele helfenden Hände und unserem Graffitispezialisten, der kurze Zeit später bei uns eintraf, waren wir pünktlich zum Mittagessen fertig und konnten uns gegenseitig auf die Schultern klopfen und vermelden: Endergebnis 3:0 für die Mainborussen aus Aschaffenburg.

 

Ein großes Dankeschön an alle Mainborussen, die zu dem Erfolg unseres Projektes beigetragen haben und natürlich auch an unseren Graffiti-Meister, ohne den wir das wahrscheinlich nicht so hinbekommen hätten.

 

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